Transition Towns: Meine Reise mit dem ZIS-Stipendium

Transition Towns: Meine Reise mit dem ZIS-Stipendium

Im Sommer 2018 – gerade einmal zwei Wochen nach meinem Abiball – habe ich mit dem Reisestipendium der ZIS-Stiftung eine vierwöchige Reise nach England unternommen. Vier Wochen ging es auf dem Fahrrad und im Zug entlang der Südküste Englands, um über die Umweltbewegung Transition Towns zu berichten.

Die ZIS-Stiftung entsendet junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren mit einem Budget von 600€ auf eine mindestens vierwöchige Reise, auf der sie in ein Thema ihrer Wahl eintauchen können. Meine Wahl fiel auf die sogenannte Transition Town Bewegung, die in Städten verschiedenster Größe einen gesamtgesellschaftlichen Wandel zur Nachhaltigkeit vollziehen möchte. Ich habe auf meiner Reise insgesamt sechs Städte mit einer solchen Bewegung bereist und viele, viele Menschen zum Thema interviewt, die diesen Wandel vorantreiben.

Nächstes Jahr im Mai werden dann wieder alle Stipendiatinnen und Stipendiaten in die Schule Schloss Salem eingeladen, um auf die verschiedenen Reisen zurückzublicken und die neuen Stipendiaten zu begrüßen. Dort in Salem, sowie auf meiner Reise durch England konnte ich in kürzester Zeit so viele großartige, liebenswerte Menschen kennenlernen, wie ich es mir niemals hätte ausmalen können.

Am ersten Tag meiner Reise lief beispielsweise wirklich alles schief und ich musste unerwarteterweise einen viel größeren Teil meines Budgets ausgeben als ich vorgesehen hatte. Eine besondere Herausforderung beim zis-Stipendium ist nämlich, dass man nicht mehr als die 600€ der Stipendiensumme ausgeben darf. Man muss also regelmäßig kreativ werden und sich überlegen, wie man besonders sparsam unterwegs sein kann.

Nachdem ich am ersten Tag etwa 80€ für Transport und Unterkunft ausgeben musste, hatte ich schon ernsthafte Zweifel, wie ich das alles über die Bühne bringen soll. In Hastings war ich dann allerdings bei so tollen Menschen untergebracht, die mich bei allem unterstützt, mit allen Mahlzeiten durchgefüttert und vor allem mit so vielen anderen Gastgebern in anderen Städten vernetzt haben. Und so ging es in allen anderen Städten weiter. Ich wurde stets so herzlich empfangen, versorgt und herumgeführt, dass der erste schwierige Tag bald in Vergessenheit geriet.

Natürlich habe ich auch einiges über verschiedenste Konzepte einer nachhaltigen Zukunft und Gegenwart gelernt. Vieles davon hat mich wirklich inspiriert und vor allem hat sich für mich noch einmal ganz klar bestätigt, dass man auch mit kleinen Veränderungen Gigantisches bewirken kann.

Was ich dabei erfahren habe und ob Transition Towns tatsächlich DIE nachhaltige Perspektive für die Zukunft bieten, habe ich in diesem Podcast festgehalten.

Viel Spaß beim Reinhören! 🙂

 

PS: Wer sich für das Stipendium interessiert, kann sich auf https://www.zis-reisen.de/start/ darüber informieren und bis Mitte Februar bewerben. Schulnoten spielen keine Rolle, es geht einzig und allein um die eigene Motivation, mit vollem Einsatz eine solche Reise zu unternehmen und darüber zu berichten.

Ein Gedanke zu „Transition Towns: Meine Reise mit dem ZIS-Stipendium

  1. Sehr schöne Zusammenfassung einer nachvollziehbar prägenden Reise, Manuel! Dich in Salem dann auch noch persönlich erlebt zu haben war auch für mich eine große Freude. „Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es!“ – das hast Du als bleibende Lebenserfahrung aus all Deinen Begegnungen mitgenommen. Und etwas über Nachhaltigkeit auf einer zis-Reise zu lernen ist für mich das Wichtigste in Zeiten von Klimawechsel und Energiewende!
    Christian (zis-Reise 1965, Thermosolaranlage seit 1993, Photovoltaik seit 2014, E-Auto seit 2018)

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