Leiden: Die Perfekte Studentenstadt

Leiden: Die Perfekte Studentenstadt

Während eines Roadtrips durch die Beneluxländer im Sommer dieses Jahres kam ich in den Genuss die gemütliche, südholländische Stadt Leiden ein wenig zu erkunden. Meinem Empfinden nach kann ich trotz des ernüchternden Namens absolut empfehlen, der Stadt einen kleinen Besuch abzustatten, aber mehr dazu im folgenden Artikel.

Wie ist die Lage?

Leiden liegt wie anfangs erwähnt in der niederländischen Provinz Südholland und ist nicht weit von Den Haag gelegen. Keine zehn Kilometer entfernt liegt der Strand, den ich ebenso genießen konnte wie die Stadt selbst. Wir können also festhalten, dass die Stadt geografisch schon einmal sehr schmackhaft gelegen ist, aber wie steht es um das Stadtbild Leidens?

Erster Eindruck von der Altstadt

Künstlerischer Hauch im Nacken?

Der erste Eindruck lässt die älteste Universitätsstadt der Niederlande sehr jung wirken. Die Straßen sind unglaublich belebt und bunt. Zumindest im historischen Stadtkern gibt es wohl keinen Ort, an dem man nicht in ein einladendes, aber überfülltes Café hineinrennt. Alle Häuser erscheinen gepflegt und sind liebevoll gestaltet. An zahlreichen Fassaden wurden kurze, insprierende Zitate oder sogar ganze Gedichte verewigt. Außerdem wird das Stadtbild enorm von den sogenannten Grachten, also kleinen Kanälen mit den zugehörigen Brücken geprägt. Diese werden als Wasserstraße für alle möglichen Lieferungen, Freizeitbötchen und natürlich auch von Sightseeingbooten genutzt. Wie in den Niederlanden typisch sind viele Menschen aber natürlich mit dem Fahrrad unterwegs. Leiden – übrigens die Geburtstätte Rembrandts – präsentiert sich insgesamt sehr künstlerisch, intellektuell und zudem noch ziemlich gelassen.

Am Ufer einer der Grachten
Fassadenzitat

Abstecher gefällig?

Im innersten Kern der Stadt treffen drei Grachten direkt aufeinander und bilden eine Art ‚Kanaldreieck‘. Genau am Ufer dieses Treffpunktes befindet sich eines der schönen Lokale, das den Namen „Annie’s“ trägt. Hier kann man wunderbar abschalten und das lebendige Treiben im Umkreis beobachten. Die Stadt bietet natürlich auch mannigfaltige Sehenswürdigkeiten wie die Festung „Burcht van Leiden“ oder die historischen Universitätsgebäude, die man sich bei ausreichender Zeit ansehen kann. Aber allein die Altstadt bietet genügend fürs Auge, wenn wie in meinem Fall nur ein paar Stunden Zeit für einen kleinen Abstecher zur Verfügung stehen.

Kleine, fotogene Stärkung

Fazit? Rundum stimmig!

Von mir gibt es insgesamt also eine absolute Empfehlung für Leiden – Denn hier ist der Name ganz und gar nicht Programm. Auch, wenn ich bei meinem Urteil sicherlich ein wenig durch meine einseitige Schönwetter-Erfahrung im innersten Ortskern beeinflusst bin und wenig über die äußeren Bezirke sagen kann, so kann ich persönlich trotzdem Folgendes festhalten: Die Atmosphäre im Stadtkern ist insgesamt einfach unfassbar stimmig und bietet eigentlich an jeder Ecke etwas Neues. Man erwischt sich immer dabei, hier noch eben die nächste kleine Gasse zu betreten oder dort noch eben über den Marktplatz zu schlendern oder sich einfach irgendwo niederzulassen und seine Umwelt zu genießen. Alles Gesehene war außerdem enorm fotogen und bot immer die Möglichkeit, den Spirit der Stadt zumindest ansatzweise festzuhalten. Ich bin sicher, dass sich die Stadt auch bei eher herbstlichem Wetter sehr einladend präsentieren würde oder zumindest eine Alternative für einen verregneten Strandbesuch böte. Wer das nötige Kleingeld zur Verfügung hat, könnte sicherlich auch an einem Studium an der historischen Universität Gefallen finden. Aber am besten macht man sich einfach selbst ein Bild von Leiden, stattet der Region im nächsten Benelux-Urlaub einen Besuch ab und schnuppert nach Belieben auch mal in Bergen op Zoom oder Antwerpen rein, wozu es hier bald auch etwas zu lesen gibt.

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